Kategorie-Archiv: Nachrichten

Zu Besuch bei Schachfreunden

der Schachklub Tönsberg Oerlinghausen war heute abend Gastgeber der Veranstaltung „Zu Besuch bei Schachfreunden“. Hierzu luden Sie die beiden Nachbarvereine SK Turm Lage, den SK Stukenbrock sowie die Gruppe von Schachfreunden ein, die sich regelmäßig Montags und Freitags zum Schachspielen im Check In am Segelflugplatz trifft. Auf der Tagesordnung stand eine Stellung aus der königsindischen Verteidigung. Eine Spielgemeinschaft aus SK Tönsberg und den Schachfreunden vom Check In trat gegen eine Spielgemeinschaft aus den Vereinen Turm Lage und SK Stukenbrock zu einem doppelrundigen Wettkampf an 9 Brettern an. Die Bedenkzeit betrug jeweils 20 Minuten pro Spieler und Partie. Am Ende gab wohl die gute Vorbereitung der Schachfreunde aus dem Check In den Ausschlag. Diese hatten diese Stellung wochenlang mit ihrem Trainer Werner Malcher trainiert, während sich die erfahrenen Vereinsspieler wohl dachten, „Das kriegen wir gegen diese Amateure schon irgendwie hin“. Nun – wenn es wirklich so war – dann haben sie die Aufgabe sauber unterschätzt. Die Hinrunde ging mit 7,5:1,5 sehr deutlich an die Oerlinghauser Spielgemeinschaft. Erst im Rückkampf fingen sich die Gäste ein wenig, aber auch diese ging ziemlich deutlich an die Gastgeber, die damit insgesamt 13:5 gewannen. Dabei konnten auf Oerlinghauser Seite Friedhelm Schäfer, Manfred Schröder, Wolfgang Klamp und Martin Fenner beide Partien für sich entscheiden. Auf der Seite der Gäste war Jakob Günter vom SK Stukenbrock mit zwei Siegen erfolgreichster Spieler. Es war bereits die zweite Veranstaltung dieser Art. Die Premiere hatte Anfang Mai der SK Turm Lage ausgerichtet. Bereits damals trafen sich 18 Schachfreunde im Lagenser Spiellokal. Und heute abend folgten wieder 18 Schachfreunde unserer Einladung und trugen einen freundschaftlichen Wettkampf in den Räumen des Check Ins aus, welches den perfekten Rahmen für diese Veranstaltung bot.Die nächste Veranstaltung ist für den 30 Januar geplant und wird vom SK Stukenbrock ausgerichtet. Dann wird eine Stellung aus der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung das Thema sein. Der Name dieser Eröffnung ist Programm. Wir dürfen uns wieder auf spannende Partien freuen. Für heute gilt mein Dank allen, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben und hoffe auf ein Wiedersehen im Januar.

Finale im Pokal erreicht

Hallo liebe Schachfreunde,

heute Nachmittag spielte eine Mannschaft des Schachklubs Tönsberg Oerlinghausen das Halbfinale im Viererpokal des Schachbezirks Lippe beim SV Barntrup. Die Gäste aus der Bergstadt waren leicht favorisiert und hatten an allen Brettern DWZ-Vorteile. Aber die Gastgeber wollten ihr neues Spiellokal nicht mit einer Niederlage einweihen und eröffneten sehr solide ihre Partien, um  einen frühen Rückstand zu vermeiden. Denn im Viererpokal kann bereits eine entschiedene Partie eine Vorentscheidung bedeuten. Aber um Viertel vor Fünf schienen Gäste die Verteidigungswälle zu brechen. An Brett 1 kam Oliver Champion zu einem heftigen Angriff, als sein Gegner Volker Dittert seine Königsstellung unnötig schwächte. Und an Brett 2 gewann Martin Fenner eine Qualität. Auch Jürgen Siol und Wilhelm von Eßen hatten zu diesem Zeitpunkt die besseren Chancen. Aber die Gastgeber bauten neue Verteidigungslinien auf: Volker Dittert konnte an Brett 1 das schlimmste verhindern, und auf einmal war nicht klar, wie Oliver seinen Vorteil verwerten kann. An Brett 2 eroberte Martin Rischmüller einen Bauern für die Qualität und verschaffte sich gefährliche Freibauern am Damenflügel. Martin Fenner strebte den Durchbruch in der Mitte an, aber es war noch nicht zu sehen, wessen Angriff erfolgreicher sein würde. Und an Brett 4 löste sich Wilhelm von Eßens Vorteil in Luft auf, er mußte sogar einen isolierten Bauern hinnehmen, für den er kein nennenswertes Gegenspiel hatte. Das veranlaßte seinen 600 DWZ Punkte schwächeren Gegner Remis anzubieten. Mannschaftsführer Martin Fenner überließ Wilhelm die Entscheidung anzunehmen oder abzulehnen, und Wilhelm entschloß sich weiter zu spielen. Auch an den Brettern 1 und 2 bekamen die Oerlinghauser ihre Partien danach mehr und mehr in den Griff. Doch dann entschloß sich Jürgen Siol gegen Jordan Stamencovic, alles auf eine Karte zu setzen und opferte viel Material für einen Angriff. Am Ende stand er mit leeren Händen da und mußt  die  Waffen  strecken. Zum Glück standen zu diesem Zeitpunkt die anderen Oerlinghauser Spieler wieder alle klar auf  Gewinn. Wilhelm von Eßen eroberte die gegnerische Dame durch eine tödliche Fesselung, Oliver Champion wickelte in ein leicht gewonnenes Bauernendspiel ab, und Martin Fenner gelang der ersehnte Durchbruch in der Mitte. Schließlich streckte Volker Dittert an Brett 1 enttäuscht die Waffen, und auch Tobias Felsner sah die  Zwecklosigkeit weiteren Widerstandes ein. 2:1 für die Gäste, aber mit einem Sieg an Brett 2 hätte Martin Rischmüller den Kampf  auch nach Berliner Wertung noch komplett ausgleichen können. Aber sein Gegner umschiffte trotz Zeitnot auch den letzten Fallstrick und vollendete zum 3:1 Endstand. Das Pokalfinale findet vorraussichtlich am Samstag, den 29.11. in Oerlinghausen statt. Dann empfängt der SK Tönsberg Oerlinghausen den Sieger aus der Begegnung Caissa Bad Salzuflen –  SF Lieme

Mit freundlichen Grüßen

Martin Fenner

Salze-Cup

Sonntag, 16.2.2014: Salze-Cup in Bad Salzuflen

Vom Termin her etwas unglücklich lag der Salze-Cup in Bad Salzuflen. Ich hätte gerne dort mitgespielt, aber wir hatten unser Verbandsliga-Spieltag. Alexander Krieger dagegen hätte heute lieber in der Verbandsliga gespielt. Ich mußte ihm leider eine Absage erteilen, aber ich freute mich natürlich darüber, daß unser Erste keine Ausfälle  hatte. Alexander nutzte die Gelegenheit, um an einem stark besetzten Schnellschachturnier teilzunehmen. Auch Ricardo Baumann mußte dieses Wochenende nicht auf Schach verzichten. Mit dem 9. und 20. Platz haben sich die Beiden bei dem Schnellturnier sehr gut geschlagen. In der letzten Runde erzielte Ricardo immerhin ein Remis gegen Volker Dittert aus Barntrup – ein Spieler, gegen den ich schon einige Partien verloren habe. Und Alexander hatte sogar noch die Chance weit nach vorne zu kommen, verlor aber gegen Ludwig Röver. Die Ergebnisse findet Ihr bei unseren Schachfreunden aus Bad Salzuflen:

http://www.caissa-bad-salzuflen.de/

Martin Fenner

Dähne-Pokal

Mittwoch, 12.2.2014: OWL-Dähnepokal-Halbfinale Maurice Gulatz (SG Kirchlengern) – Martin Fenner (SKT Oerlinghausen) 2,5:1,5

letzten Mittwoch reiste ich zum Spielabend nach Kirchlengern, um das vorgezogenen Dähnepokal-Halbfinale gegen Maurice Gulatz auszutragen. Ich wurde ja ein bischen neidisch, wieviele Mitglieder dort den Spielabend besuchten. Später bekam ich zwar mit, daß es sich in Wirklichkeit um ihre Jahreshauptversammlung handelte. Aber wie mir Dirk Altenbernd später mitteilte, ist der Spielabend auch sonst bei ihnen gut besucht. Kurz nach Sieben begann die Partie in einem Nebenraum, den Maurice und ich zunächst für uns alleine waren. Mit den weißen Steinen verwechselte ich mal wieder die Eröffnungsvarianten in der Najdorf-Variante und bekam zur Belohnung ein schwieriges Mittelspiel. Gerade dachte ich, ich hätte das Schlimmste hinter mir, da wickelte Maurice in ein Doppelturm-Endspiel ab, daß sich als überraschend schwierig erwies. In beiderseitiger Zeitnot wechselte die Stellungsbeurteilung zwischen schwierg, ausgeglichen, gewonnnen und war wieder schwierig. Als die Zeitnot überstanden war, war auch die Jahreshauptversammlung lange beendet, und immer mehr Kibitze fanden den Weg zu unserem Brett. Zu meinem Glück fand ich noch eine rettende Abwicklung. Das Bauernendspiel König+Bauer gegen König+Bauer hielt ich für leicht remis. Um so größer zu Hause bei der Analyse der Schock, als Rybka die Stellung, in der wir uns auf Remis einigten, für total verloren hielt. Aber die tiefere Analyse bestätigte dann doch die übereinstimmende Stellungsbeurteilung von Maurice und mir. Dass es immer noch Stellungen gibt, die Menschen besser verstehen ? Im folgenden Stichkampf gab mir das Losglück abermals die weißen Steine. Ich wiederholte die Eröffnungsvariante, aber die geplante Verbesserung entpuppte sich als Bumerang und zwang mich zur Aufgabe. In der 2. Stichkampfpartie kam Englisch aufs Brett. In Zeit stellte Maurice irgendwann einen Turm ein – der einzige grobe Fehler, der ihm heute abend unterlief und gab auf. Kurz vor Mitternacht war das Brett dicht von Kibitzen umlagert, als die alles entscheidende dritte Stichkampf-Partie spielten. Wieder Weiß, aber diesmal wechselte ich zu 1.d4 – die Najdorf-Variante mußte ich erst zu Hause reparieren. Es lief viel besser. Ich bekam im Mittelspiel Materialvorteil, den mein Gegner mit Initiative und Zeitvorsprung kompensierte. Im Endspiel holte ich zwar wieder Zeit auf. Aber am Ende hatte mein Gegner noch eine Sekunde auf der Uhr, als meine Zeit ablief. Alles in allem trotzdem ein schöner und spannender Abend, und ich wünsche Maurice viel Glück für das Finale.

Martin Fenner

OWL Einzelmeisterschaft U10

Es hat nicht sein sollen…

Bei der diesjährigen OWL-Einzelmeisterschaft in Werther und Halle trat auch Mats Lennart an. Insgesamt 43 Jungen traten in der Altersklasse U10 zu dem fünfrundigen Turnier an. Soviele wie noch nie. Und genau darin sollte auch das Problem liegen, 5 Runden sind bei über 40 Teilnehmer einfach  zu wenig und gleichem einem Glücksspiel.
Mats Lennart startete, als Nr.5 der Setzletzte, souverän mit 2 Siegen in das Turnier. In der 3.Runde mußte er dann gegen Robert Prieb, zweiter der Setzliste und mit 6 Jahren (DWZ 1066 (Nummer 1 in Deutschland in  seiner Altersklasse)), nach einem Eröffnungsfehler schnell die Segel streichen.   Nach seinem Sieg in der 4.Runde war er wieder auf Platz 6 des Gesamtfeldes und somit nur einem Platz vom erreichen der NRW-Meisterschaft entfernt.
Nun kam das Kuriose. Er gewann auch diese Partie, also 4 aus 5, und wurde trotz des Sieges , dankt der Buchholzwertung ….Siebter.
Also zweiter Nachrückplatz, für die NRW-Meisterschaft, zwar ein schöner Erfolg, aber irgendwie auch seltsam.

4er-Pokal gegen Lemgo

Hallo liebe Schachfreunde,

heute nachmittag fand in der Knisperkiste am Freibad das Halbfinale im Viererpokal 2013 zwischen dem SK Tönsberg Oerlinghausen und dem Königspringer Lemgo statt. Das deutliche Ergebnis täuscht über den spannenden Wettkampf-Verlauf hinweg, denn die Gastgeber hatten durchaus gute Chancen und konnten den Ausgang lange offen gestalten. Erst nach 2 Stunden gab es die erste Entscheidung: Alexander Siol mußte sich an Brett 4 Frank Kohlgraf geschlagen geben. Erst kurz vor der Zeitkontrolle einigte sich Jürgen Siol an Brett 3 mit Franzisco Pozo auf Remis. Mit einem Bauern weniger war das zu diesem Zeitpunkt durchaus ein Erfolg. Dennoch war alles offen. Die Stellung an Brett 2 war völlig ausgeglichen, während an Brett 1 zwischen Oliver Champion und Kyrill Scheck eine total unübersichtliche Lage entstanden war. Trotzdem schien sie für die Gastgeber nicht ungünstig zu sein: Oliver hatte anscheinend die angenehme Wahl, auf die eine oder andere Art eine Figur zu gewinnen. Aber er wählte dann prompt die falsche, weil er einen starken Conter übersah. Und die Dame hergeben mußte. Aber nicht mal das sah schlecht aus, bekam er doch immerhin 2 Springer und einen Läufer für Dame + Bauer. Doch Kyrill nutzte die Stärke der Dame konsequent und geschickt, sodaß Oliver kurz danach nur noch die Aufgabe blieb.
Damit war das Ergebnis an Brett 2 eigentlich irrelevant für den Ausgang des Wettkampfs. Auf dem Brett stand eine Stellung die typisch für den Stil des frischgebackenen Weltmeisters Magnus Carlsen ist. Nur spielten Oliver Pajewskij und ich schon vor 30 Jahren so. Das Ergebnis war dasselbe wie damals: Oliver hatte für so etwas schon immer die besseren Nerven und den besseren Überblick. Er sicherte sich in einem Schwerfigurenendspiel, in dem beide Seiten nur noch jeweils einen Turm und 2 Bauern hatten die bessere Ausgangsposition und wandelte als Erster einen Bauern um und erhöhte auf den Endstand.
Unserer U16 ging es nicht besser: Die Jungs aus Verl waren deutlich abgeklärter und gewannen gegen die Unseren ebenfalls mit 3,5 : 1,5. Schließlich gab es auch noch eine Entscheidung in der Vereinsmeisterschaft, in der Stephan Heidbrink gegen Pascal Schmidtke gewinnen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Fenner