Kategorie-Archiv: 1. Mannschaft

1.Mannschaft gegen Blauer Springer Paderborn

Hallo liebe Schachfreunde,

heute, am Sonntag, den 8.2.2015 fand der 6. Spieltag in der Verbandsliga statt. Der SK Tönsberg Oerlinghausen empfing in einem wichtigen Spiel den Blauen Springer aus Paderborn. Beide Teams hätten heute durch einen Erfolg vermeiden können, doch noch in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden. Entsprechend heftig wurde an allen Brettern gekämpft. Lange Zeit zeichnete sich an keinem Brett ein entscheidender Vorteil ab. Erst nach knapp 3 Stunden ging Alexander Krieger am 8. Brett bereits in vereinfachter Stellung mit einem Bauernopfer zum Angriff über. Er wurde für seinen Mut mit einem Sieg belohnt. Leider entwickelten sich die Ereignisse an den Brettern 2 und 3 weniger günstig. In schwieriger Stellung überschritt Dirk Altenbernd die Zeit. Am Nachbarbrett führte Martin Fenner aus der Eröffnung heraus einen wütenden Angriff auf den gegnerischen König, opferte erst einen Läufer später einen ganzen Turm. Aber es nutzte alles nichts. Sein Gegner verteidigte die hoffnungslose Stellung mit dem Mut der Verzweifelung und wurde belohnt. In heftiger Zeitnot übersah Martin einen gefährlichen Konter und mußte noch vor der Zeitkontrolle die Waffen strecken.  Wenig später wendete sich auch am 7. Brett das Blatt zu Gunsten der Gäste. Peter Höhne überzog seine vielversprechend aussehende Stellung und mußte einen Turm für einen Springer hergeben. Bald blieb nur noch die Aufgabe. Beim Stand von 3:1 für die Gäste gingen von den verbliebenen 4 Partien gleich Drei in eine beiderseitige Zeitnotphase. Dabei ging es drunter und drüber. Aber nachdem das überstanden war, klärte sich die Lage an den meisten Brettern. Vitalij Ruge bewies, daß er inzwischen auch Endspiele kann und demonstrierte den Gewinn in einem Endspiel Turm + Bauer gegen Turm. Auch Wilhelm von Eßen erlangte mit der 1. Zeitkontrolle eine Gewinnstellung. An Brett 1 hatte Oliver Champions Gegner 2 Bauern für einen Königsangriff geopfert. In der beiderseitigen Zeitnot gab Oliver Champion ebenfalls einen Turm für einen Springer, behielt dafür aber die beiden Bauern. Leider stellte sich nur wenig später heraus, daß ein Spiel auf Gewinn zu riskant wäre und so einigte man sich auf ein Remis. Damit stand es nur noch 3,5:2,5 für die Gäste. Das gab Anlaß zur Hoffnung, denn am 6. Brett blieb die Stellung auch nach der Zeitkontrolle unklar, sodaß immer noch jeder Ausgang des Manschaftskampfes denkbar war. Aber dann übersah Jürgens Gegner ein 2 Zügiges Matt. Auch wenn der Gegner es zunächst nicht sah, blieb die Stellung hoffnungslos. Jürgen opferte zwar noch 2 Türme um ein Dauerschach zu erreichen, mußte dann jedoch einsehen das der König in sichere Gefilde gelangt uns somit aufgeben.Damit   war der Tag entschieden, Wilhelms Sieg am 6. Brett änderte daran nichts mehr. Mit dieser 3,5 : 4,5 Niederlage ist der SK Tönsberg Oerlinghausen im Abstiegskampf angekommen. Eine Vorentscheidung könnte bereits am kommenden Spieltag fallen. Am 1. März muß der SKT zum Tabellenletzten nach Porta Westfalica. Wenn wir das nicht gewinnen, wird es richtig eng. Denn das Restprogramm mit den Gegnern ZweihochSechs und Versmold ist richtig schwer.

Martin Fenner

Verbandsliga Brakel/Bad Driburg

Hallo liebe Schachfreunde,

am heutigen letzten Spieltag gab es für den SK Tönsberg Oerlinghausen eine echte Zitterpartie um den Klassenerhalt. Für beide Mannschaften war es ein echtes Endspiel. 1,5 Brettpunkte brauchten die Gastgeber für den Klassenerhalt. Die Gäste mußten unbedingt gewinnen, am besten hoch gewinnen. Was zunächst wie eine leicht Aufgabe aussah enpuppte sich als überraschend schwierig. An Brett 7 verlor Peter Höhne bereits in der Eröffnung eine Figur weniger und kämpfte in einer hoffnungslosen Lage. Dagegen lief die Eröffnung für Vitalij Ruge an Brett 5 und Gerhard Scholz an Brett 3 zunächst sehr günstig. Vitalij gewann einen Bauern, Gerhard gar 2 Bauern. Dirk Altenbernd erreichte dagegen schnell eine ausgeglichene Stellung an Brett 4. Der frühe Remis-Schluß schien angesichts des günstigen Standes an den Nachbarbrettern nicht nur konsequent sondern auch vorteilhaft für die Gastgeber zu sein. Aber danach ging alles schief. Vitalij Ruge mußte den Bauern wieder hergeben, und Gerhard Scholz geriet in einen heftigen Mattangriff. Darüber hinaus zog Alexander Krieger an Brett 8 in in einer taktischen Auseinandersetzung den kürzeren und sah sich zur Aufgabe gezwungen. An Brett 1 ging Martin Fenner gegen einen überlegenenen Gegner sang- und klanglos ein. Als Gerhard Scholz die Waffen streckte führten die Gäste 3,5:0,5. Angesichts der hoffnungslosen Stellung von Peter Höhne war der Kampf bereits vor der 1. Zeitkontrolle zugunsten der Gäste entschieden. Zu einer Zeitnotschlacht kam es an Brett 5, aber als sich der Pulverdampf verzogen hatte, konnte Jürgen Siol aufgeben. Damit war auf einmal der Klassenerhalt für die Gastgeber extrem gefährdet. Vitalij Ruge verdarb dann auch noch einen Zug vor der Zeitkontrolle ein klar gewonnenes Springer-Endspiel. Danach wußte kein Zuschauer mehr so recht, was er von der Stellung halten sollte. Einige hielten es für gewonnen, anderer für verloren. Plötzlich hatte Willelm von Eßen an Brett 6 ein Remis-Angebot. Ein Remis wäre zuwenig gewesen, deshalb lehnten wir zunächst ab. Doch als dann auch der gegnerische Mannschaftsführer gegen Vitalij ein Remis anbot, nahmen die Gastgeber an. Normalerweise hätten 1,5 Brett-Punkte zum Klassenerhalt gereicht. Aber durch das Auftauchen von TURA Elsen auf den Abstiegsrennen, wurde plötzlich eine ganz andere Rechnung aufgemacht. Ehrlich gesagt, bin ich immer noch nicht ganz sicher, ob wir es geschafft haben. Denn wegen des kampflosen 8:0 Erfolgs von TuRa Elsen gegen Karpovs Enkel werden die Brettpunkte, die die Mannschaften gegen Karpovs Enkel gemacht haben, alle aus der Wertung genommen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sollte das für uns sogar zum 7. Platz reichen. Aber vorsichtshalber warte ich das amtliche Ergebnis des Verbandsspielleiters ab. Also erstmal weiterzittern.

Zum Nachrechnen könnt Ihr ja mal selbst einen Blick auf die Tabelle werfen:

Aber da sind die Brettpunkte gegen Karpows Enkel noch drin …

Mit freundlichen Grüßen

Martin Fenner

Verbandsliga 7.Spieltag in Gütersloh

Hallo liebe Schachfreunde,

die ohnehin vagen Aufstiegshoffnungen des SK Tönsberg Oerlinghausen erlitten am vergangenen Sonntag einen  herben Dämpfer. Sie waren zu Gast bei der abstiegsgefährdeten Mannschaft Gütersloh 3 und mußten eine heftige 1,5:6,5 Niederlage über sich ergehen lassen. Die Gäste aus der Bergstadt mußten zwar auf ihr Spitzenbrett Oliver Champion verzichten, aber Gütersloh hatte noch größere Aufstellungssorgen und mußte gleich 3 Stammspieler ersetzen. Aber es lief nicht richtig rund. Die Gäste versuchten anscheinend im Hurra-Stil die Bretter zu erstürmen. Das ging an Brett 2 bereits in der Eröffnung schief. Gerhard Scholz mußte sich mit 2 Bauern für eine Figur abfinden und hatte bereits nach kurzer Zeit eine verlorene Stellung. Immerhin verteidigte er diese noch zäh bis über die 1. Zeitkontrolle. Wilhlem von Eßen an war an Brett 6 zwar vorsichtiger, wurde aber von einem Königsangriff unangenehm überrascht. Er hatte dem nichts entgegen zu setzen und mußte sich als erster ergeben. Vitalij Ruge ging es an Brett 4 ähnlich. Die Stellung, die er  schließlich aufgab, kommt sonst nur in Alpträumen vor. Vielversprechend für die Gäste schienen sich hingegen zunächst die Dinge an den Brettern 5, 7 und 8 zu entwickeln. Jürgen Siol opferte 2 Bauern an Brett 5 für einen vielversprechenden Angriff, Alexander Krieger an Brett 8 sogar eine ganze Figur. An Brett 7 zögerte Peter Höhne zunächst, entschloß sich dann aber doch zum Opfer. Leider brachte der Angriff nicht das gewünschte Ergebnis. Er konnte zwar die Partie noch ins Remis retten, aber das spielte beim Stand von de Facto 0:3 nur den Gastgebern in die Hände. Jürgen Siol opferte noch eine Figur, aber sein Gegner gab sie geschickt zurück und hatte ein gewonnenes Endspiel. Auch Jürgen wehrte sich noch tapfer, aber beim Erreichen der Zeitkontrolle wurde er noch vor Gerhard Scholz zur Aufgabe gezwungen. Beim Stand 0,5:5,5 war der Mannschaftskampf entschieden. Die Einschläge an den Nachbarbrettern verfehlten auch an Brett 1 nicht ihre demoralisierende Wirkung. Dort erreichte Mannschaftsführer Martin Fenner mit Müh und Not die Zeitkontrolle, allerdings in einer verheerenden Stellung. Damit wollte er dann auch nicht mehr weiterspielen. Lediglich Dirk Altenbernd war heute gut in Form. Bereits in der Eröffnung überspielte er den  gegnerischen Mannschaftskapitän Ralf Stukemeier. Aber materiell kam dabei nur ein Mehrbauer heraus. Nach der Zeitkontrolle waren beide Spieler offensichtlich sehr müde, aber Dirk erwies sich einmal mehr als zäher und gewann verdient das Turmendspiel kurz vor der 2. Zeitkontrolle.
Erstaunlicherweise befindet sich der SK Tönsberg Oerlinghausen immer noch auf dem 3. Platz. Die Verfolger nutzten ihre Chance nicht und holten nur wenig auf. Und das Spitzenduell zwischen Bünde und Elsen verlief unterm Strich auch zu unseren Gunsten. Tabellenführer Bünde konnte dieses Duell für  sich entscheiden. 2 Spieltage vor Saisonende ist dieser Mannschaft die Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga mit 6 Punkten Vorsprung nicht mehr zu nehmen. Aber die Chance, sie noch einzuholen, war sowieso nur verschwindend gering. Wichtiger ist, daß Elsen seine Chance nicht genutzt hat, sich vorentscheidend abzusetzen. Und so bleibt im Grunde alles beim alten. Weder Elsen noch Oerlinghausen dürfte dieser Spieltag zufrieden stellen. Und doch haben diese beiden Teams weiterhin die besten Chancen auf den 2. Tabellenplatz. Ob das zum Stichkampf reicht ? Ich weiß es immer noch nicht. Das entscheidet sich alleine 2 Klassen höher: In der NRW-Klasse gewann Herford gegen Holsterhausen und machte einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Aber dem Bielefelder SK gelang gegen den Tabellennachbarn Iserlohn nur ein 4:4 und befindet sich weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Nach meiner Einschätzung wird es damit sehr schwer für diese Mannschaft, die Klasse zu halten. Und das wäre die Voraussetzung für das Zustandekommen von Stichkämpfen in der Verbandsliga. Wie auch immer: Bereits in 2 Wochen sind wir schlauer. Dann hat die Verbandsliga ihren nächsten Spieltag. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren. Wir sind zu Gast bei Karpows Enkeln, und Elsen muß nach Ennigerloh-Oelde. Auch für beiden gastgebenden Mannschaften geht es um sehr viel, denn beide haben den Klassenerhalt noch nicht gesichert. In der Verbandsliag bleibt es also spannend.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Fenner

Verbandsliga Oerlinghausen I gegen Freibauer Lübbecke

Sonntag, 16.2.2014: Verbandsliga Gruppe B: SK Tönsberg Oerlinghausen – Freibauer Lübbecke 7,5:0,5

Der SK Tönsberg Oerlinghausen trat in Bestbesetzung an, aber die Gäste hatten Pech: Ihr Brett 1 sagte vor der Fahrt nach Oerlinghausen krankheitsbedingt ab, Brett 6 wollte selber fahren, traf aber aus irgendeinem Grund nicht im Spiellokal ein. Ein 0:2 Rückstand ist immer schwer aufzuholen, aber Lübbecke bekam fast die Höchststrafe. An Brett 4 boten sich Dirk Altenbernd und Dirk Finkemeier mehrmals in Remis an, aber einig wurden sie sich nicht. Schließlich erlangte der Oerlinghauser Dirk den stärkeren Mattangriff und zwand den Lübbecker Dirk zur Aufgabe. An Brett 2 überzeugte Martin Fenner seinen Gegner davon, daß er seine Figuren wieder in die Ausgangsstellung bringen müsse. Im Mittelspiel standen König und Turm auf h8 immer noch dort. Dann ging der Springer zurück nach g8 und schließlich der Läufer zurück nach f8. Das ging nicht gut, und im 23. Zug war auch diese Partie zu Ende. Mit 4:0 konnte eigenlich nicht mehr viel passieren. Gerhard Scholz und Vitalij Ruge hatten schwierige Stellungen, Peter Höhne und Wihelm von Eßen hatten nach der Eröffnung gewissen Vorteil. Aber auch sie ließen ihre Gegner zwischendurch entwischen, und noch war nichts entschieden. Aber Vitalijs Gegner muß an Brett 5 irgendetwas falsch gemacht haben. Mit einem Bauern mehr lehnte Vitalij das Remis-Angebot ab, und demonstrierte kurz darauf, wie man so ein Turmendspiel schnell gewinnt. Auch Peter Höhne gewann kurz danach an Brett 8 einen Turm für einen Springer. Diese Partie hielt zwar noch bis zur Zeitkontrolle, und Peter war wieder etwas in Zeitnot. Aber danach verwertete er seinen Vorteil sicher. An Brett 7 verwaltete Wilhelm von Eßen scheinbar mal wieder ein langweiliges Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Aber plötzlich drang sein König unaufhaltsam am Damenflügel in die gegnerische Stellung ein, gewann dort einen Bauern, und nur wenig später die Partie. Vor der Zeitkontrolle hatte nur Gerhard Scholz an Brett 3 eine verlorene Stellung mit Läufer und Springer für Turm und 3 Bauern gegen den Mannschaftsführer aus Lübbecke. Aber nach der Zeitkontrolle hatte er beim Stand 0:7 anscheinend auch keine rechte Lust mehr, die Partie zu Ende zu spielen. Auch wenn nicht klar war, ob Gerhard die Stellung hätte halten können – der Gewinn hätte auf jeden Fall noch lange gedauert. Er fügte sich deshalb lieber ins Remis zum 7,5:0,5 Endstand. In der Tabelle rückte der SKT nunmehr auf den geteilten 2. und 3. Platz vor, weil Elsen gegen Bad Driburg-Brakel etwas überraschend verlor. Aber auf Platz ließ Bünde gar nichts anbrennen und hat nunmehr 4 Punkte Vorsprung und plant in der nächsten Saison bereits für die Regionaliga. Die nächsten Wochen lohnt ein Blick in die Tabellen der NRW-Klasse. Dort entscheidet sich, ob un wo es in der Verbandsliga zu Stichkämpfen kommen wird. Im Moment sieht es leider nicht so aus, als könnten wir uns Hoffnungen auf den Aufstieg in die Regionaliag machen. Aber wer weiß. In 3 Spieltagen kann noch viel passieren.

Martin Fenner

Verbandsliga 5.Spieltag TuRa Elsen

Hallo liebe Schachfreunde,

am ersten richtigen Winterwochenende verschlug es die Erste des SK Tönsberg Oerlinghausen zu den Turn- und Rasensportlern nach Elsen. Unter diesen Umständen fanden sich die Gastgeber nicht gut zu Recht. An Brett 3 verlor Michael Kirchhoff ziemlich schnell die Lust auf eine richtige Partie, nachdem Dr. Gerhard Scholz früh die Damen getauscht hatte und bot bereits im 9. Zug remis an. Gerhard lehnte zwar erstmal ab, aber bereits einen Zug später fiel auch ihm nichts mehr ein und die beiden wurden sich einig. Die nächste Entscheidung fiel an Brett 1. Hier lehnte Michael Krüger ebenfalls ein Remis-Angebot von Oliver Champion ab – und behielt recht. Olivers Stellung war schwieriger als er dachte. Plötzlich war seine Dame angegriffen – und hatte kein Feld mehr. Blieb nur die Aufgabe. Zum Glück hatte Jürgen Siol an Brett 5  zu diesem Zeitpunkt schon eine Figur mehr. Als danach die Fesselung eines Turms nochmehr Material kostete, verlor der Gegner ganz die Lust und gab auf. Auch Dirk Altenbernd erarbeitete sich an Brett 4 die besseren Chancen und brachte die Gäste mit 2:1 in Führung. Vielversprechend für die Gäste war auch die Partie an Brett 2 in der Martin Fenner einen starken Conterangriff gegen den unrochierten weißen König führte. Aber er ließ sich mit einem Bauern abspeisen, und gegen einen starken Springer auf d4  hatte sein französischer Läufer nur wenig Aussichten, sodaß er aufgrund des günstigen Gesamtstandes selbst remis anbot, war sein Gegner dankbar annahm. Diese 3:2 Führung sollte lange Bestand haben. Erst weit nach der 1. Zeitkontrolle zeichneten sich an den verbliebenen 3 Brettern Entscheidungen ab. Wilhelm von Eßen verwaltete an Brett 6 ein vergleichsweise langweiliges Endspiel. Er stand nur geringfügig schlechter, aber keine eigenen Gewinnchancen. An Brett 7 stand Peter Höhne nach der 1. Zeitkontrolle in einem schwierigen Damenendspiel ziemlich auf Verlust. Dafür zwang Alexander Krieger an Brett 8 seinen Gegner mit einem stark vorgetragenen Angriff zur Hergabe der Qualität. Dieser verteidigte sich weiter hartnäckig und erfindungsreich. Aber das nutzte nichts. Schließlich eroberten Alexanders Türme den gegnerischen Springer. Das zwang den Gegener zur Aufgabe und zum vorentscheidenden 4:2. Wilhelm von Eßens Gegner ließ wenig Neigung erkennen, sich ins Remis zu fügen, und nahm sogar ungünstige Zugeständnisse in Kauf, um die Partie am Leben zu halten. Aber das nutzte alles nichts. Am Nebenbrett fand Peter Höhne nach einer gegnerischen Ungenauigkeit einen exakten Rettungsplan der ihm ein Remis durch Dauerschach brachte. Damit wurde auch Wilhelm von Eßen von den gegnerischen Gewinnversuchen erlöst bekam seinen wohlverdienten halben Punkt. Mit diesem Sieg hat der SKT nun 6:4 Punkte und kann dem Saisonende zuversichtlich entgegenblicken. Noch ist der Klassenerhalt nicht garantiert, aber dafür kommt auch auch wieder 2. Tabellenplatz in Sichtweite. Die Meisterschaft wird es aber wohl nicht mehr. Die SG Bünde wird ihrer Favoritenrolle weiterhin gerecht und hat immer noch eine blütenweiße 10:0-Weste. Bereits am 16.2. geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Freibauer Lübbecke. Wenn es gut läuft, kann der SKT dann bereits vorzeitig den Klassenerhalt perfekt machen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Fenner

Oerlinghausen I gegen BielefelderSK II

Hallo liebe Schachfreunde,

am heutigen 4. Spieltag in der Schachverbandsliga endete der Wettkampf zwischen dem SK Tönsberg Oerlinghausen und der Zweiten vom Bielefelder SK nach 6 Stunden Spielzeit mit 4,5 : 3,5.
Leider gab es am Ende doch noch Streit, aber der Reihe nach. Die Gäste waren mit 2 Spielern weniger angereist rannten von deshalb von Anfang an einem 2 Punkte-Rückstand hinterher. Peter Höhne, Martin Fenner und Jürgen Siol willigten für die Gastgeber in die Punkteteilung ein, und brachten so ihr Team mit einer 3,5 : 1,5 Führung schon in die Nähe eines Gesamterfolges. Auch Dr. Gerhard Scholz bot am 3. Brett in leicht vorteilhafter Stellung seinem Gegner ein Remis an, das aber von seinem Gegner abgelehnt wurde. An den verbliebenen Brettern zeichneten sich bereits zu diesem Zeitpunkt Erfolge für die Gäste ab, und anscheinend hofften sie, trotz Unterzahl noch zum Sieg zu kommen. Auch Wilhelm von Eßen hatte an Brett 6 zunächst ein optisch vielversprechend aussehendes Endspiel für die Gastgeber. Aber ein schlechter Zug kostete einen Bauern, den  sein Gegner geschickt und geduldig in einen vollen Punkt verwandelte. Auch Oliver Champion verlor an Brett 1 einen Bauern, und nach einer Ungenauigkeit vor der 1. Zeitkontrolle die Partie. Blieb beim Stand  vom 3,5:3,5 nur noch die Partie an Brett 3. Gerhards Gegner schaffte mit Ach und Krach die 1. Zeitkontrolle im 40. Zug. Danach verbesserte er Zug um Zug seine Stellung. Zunächst errreichte er Ausgleich, dann sogar die besseren Chancen. Wir hatten keinen Zweifel, daß er diese Partie gewinnen wollte. Schließlich zwang er Gerhard zu einem Figurenopfer für 2 Bauern. Doch das sollte ihm zum Verhängnis werden. Seine Anstrengungen hatten ihn sehr viel Zeit gekostet. Dann erwiesen sich Gerhards Bauern wider Erwarten als gefährlicher, als es zunächst den Anschein hatte. Gerhard hatte bereits eine halbe Stunde Vorsprung, als seinem Gegner das Mißgeschick passierte: Er vergaß die Uhr zu drücken. Als er seinen Irrtum bemerkte, hatte er keine volle Minute Bedenkzeit mehr. Aber auch Gerhard wurde in dieser Situation nervös und verbrauchte sehr viel Zeit. In der entscheidenden Phase waren es auch bei ihm weniger als 5 Minuten. Er fand einfach keinen Weg, seinen Vorteil entscheidend auszubauen. Dennoch war er es jetzt, der alle Abwicklungen vermied, die die Partie sofort ins remis abgewickelt hätten. Schwer zu sagen, ob das geschickt war, oder nicht. Objektiv verschlechterte er dabei sogar seine Stellung. Irgendwann gewann er seinen Läufer zurück, und es entstand das Remis-Endspiel Turm + Randbauer gegen Turm. Ohne jede Gewinnchance für Gerhard, aber mit Vorteil für den Gegner. Was soll man machen in so einer Situation ? Gerhard war irrtümlich der Meinung, daß er nach seinem abgelehnten Remisangebot keine weiteren Remisangebote mehr machen durfte. Der Gegner hatte nur noch eine Sekunde auf der Uhr, als der gegnerische Mannschaftsführer rief : „Wollt Ihr wirklich so gewinnen ?“. Hat er damit Remis reklamiert ? Dann lief die Bedenkzeit ab. Wie auch immer. Die Spielberichtskarte ist unterschrieben, das Ergebnis lautet 4,5:3,5. Ein merkwürdiges Gefühl bleibt. Aber wir werden die Punkte im Kampf gegen den Abstieg brauchen. Und nach den Regeln ist m.E. daran auch nichts auszusetzen.

Gruß Martin Fenner

Bericht 3.Spieltag in Versmold

Hallo liebe Schachfreunde,

für den SK Tönsberg Oerlinghausen endete heute nach 6 Stunden Spielzeit der 4. Spieltag in der Verbandsliga Gruppe B mit einer knappen Niederlage. Es begann mit einem schnellen Schlagabtausch. Ajmal Wahab kam an Brett 8 mit den schwarzen Steinen gegen die Eröffnung des Gegners nicht gut zurecht. Er versuchte schnell eine Springergabel anzubringen, was sein Gegner aber leicht durchschaute. Stattdessen stellte sich heraus, dass Ajmal wehrlos war, als sein Gegner denselben Trick anwandte. Er verlor einen Turm und 2 Bauern für Springer bei freudloser Stellung und gab schnell auf. Fast ebenso schnell war die Partie an Brett 5 zu Ende. Jürgen Siol gewann durch geschickten Zwischenzug eine ganze Figur und glich zum 1:1 aus. Es dauerte auch nicht lange, bis Vitalij Ruge an Brett 4 ein Remis erzielte. Bei diesem Gleichstand blieb es dann aber 2 Stunden. An Brett 2 eroberte Martin Fenner dann endlich die Dame für einen Turm und brachte kurz vor der Zeitkontrolle den Vorteil nach Hause. Doch die Freude über die Führung währte nicht lange. Versmold gelang ein Doppelschlag: Peter Höhne verlor am 6. Brett im 40. Zug durch Zeitüberschreitung, aber schon in schwieriger Stellung. Wenig später mußte auch Alexander Krieger die Waffen strecken, der nach es nach der Eröffnung nicht schaffte, seinen König rechtzeitig aus der Mitte zu bringen. Damit führte Versmold 3,5:2,5 und an Brett 3 lag die nächste Niederlage für die Gäste in der Luft. Doch in Zeitnot fand der Versmolder Spieler nicht den Gewinnweg, und es entstand eine für beide Seiten schwierige Stellung. Dafür gewann Oliver Champion an Brett 1 etwas glücklich im Endspiel eine Figur. Die stark reduzierte Restbauernzahl erlaubte dem Gegner jedoch noch hartnäckigen Widerstand, so daß der 3,5:3,5 Ausgleich erst nach fast 5 Stunden Gesamtspielzeit fiel. In der verbliebenen Partie fiel Dirk Altenbernd nun die undankbare Aufgabe zu, den Mannschaftskampf zu retten, an einen Gewinn war gar nicht zu denken. Die Entscheidung fiel dann in der Zeitnotphase vor der 2. Zeitkontrolle. Plötzlich brachen gegnerische Schwerfiguren in Dirks Stellung ein. Die Partie endete mit einem Mattangriff, noch bevor die Bedenkzeit beider Spieler aufgebraucht war. Alles in allem hatten wir heute einfach etwas Pech. Der Kampf hätte auch umgekehrt ausgehen können. Die 1. Mannschaft spielt wieder am 30.11.2013 im lippischen Dähne-Pokal-Halbfinale gegen den Regionalligisten Königspringer Lemgo.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Fenner

Verbandsliga: Oerlinghausen schlägt Ennigerloh-Oelde in starkem Mannschaftskampf 5:3

Da heute 3 Stammspieler fehlten, darunter die ersten beiden Bretter, waren die Erwartungen nicht all zu hoch. Vor dem Mannschaftskampf, nahmen die Gastgeber die drohende Niederlage mit Humor. Denn auf die Nachfrage warum wir das Spiel nicht verlegt hätten, antwortete Bernhard Kaczmarek, der für Martin Fenner als Mannschaftsführer eingesprungen war nur:“ Wir wollen euch doch auch eine realistische Chance geben.“ Noch lachten die Gäste, doch es sollte ganz anders kommen. Mehr als pünktlich gab dieser dann die Bretter zum 2. Spieltag frei. Am 1. Brett zeigte Gerhard Scholz wenig Furcht und opferte einen Bauern für einen Angriff, bei Vitalij Ruge war die Entscheidung bereits nach etwas mehr als einer Stunde gefallen, da er im Mittelspiel eine Figur gewinnen konnte. Bis zur nächsten Punktvergabe sollte es aber noch ein bisschen dauern! Unser Neuzugang Alexander Krieger machte seine Sache ebenfalls richtig gut. In der Eröffnung gelang es ihm den gegnerischen König zu zentralisieren, welcher später Opfer von weiteren Angriffen werden sollte. So bekam Alexander erst aufgrund einer Fesselung eine Figur, dann nachdem er auch noch die gegnerische Dame gewinnen konnte den ganzen Punkt! In der Zwischenzeit bot Bernhard Kaczmarek seinem Gegner Remis an, was dieser aber nach kurzer Rücksprache mit seinem Mannschaftsführer, dessen Stellung an Brett 1 immer mehr zu kippen drohte, ablehnte. Schließlich war es dann auch die Partie von Gerhard die zum überraschenden 3:0 führte. Jürgen Siol opferte in gewohnter Manier Bauern, um direkten Angriff auf den gegnerischen König zu bekommen. In dieser Partie als Zuschauer den Überblick zu behalten, war praktisch unmöglich! Gesagt sei soviel, Jürgen brachte den vollen Punkt nach Hause nachdem sein Gegenspieler, die Drohungen nicht mehr parieren konnte. Neben ihm verlor Willhelm von Eßen seine Partie, der leider zurzeit nicht besonders gut in Form ist. Hoffentlich kann er bald wieder an die guten Spiele der letzten Saison anknüpfen. In seinem ersten Spiel in der Ersten Mannschaft machte das Jan Velske Anfangs richtig gut, er hatte über 25 Züge die aktivere Stellung, doch übersah er einen Abzug des Gegners, der diesem einen Bauern und die deutlich aktivere Stellung brachte. Angesichts der langen Dauer (knapp 4 Stunden) wickelte er aber zu schnell ab, tauschte bis auf den verbliebenen Bauern ab. Das Endspiel König gegen König+Bauer hielt Jan dann sicher Remis. Etwa zeitgleich remisierte Dirk Altenbernd gewohnt seine Partie. Leider konnte Bernhard Kaczmarek, der von allem am längsten kämpfen musste das Turmendspiel nicht halten und gab die Partie zum Endergebnis von 5:3 auf. Eine sehr gute Leistung der Mannschaft!

Bericht zur 1.Mannschaft in Bünde

Hallo liebe Schachfreunde,

als wir heute in Bünde eintrafen, fanden wir einen Aushang am schwarzen Brett mit einem Artikel aus der NW zum heutigen Mannschaftskampf. Der Satz „Der Tönsberg-Mannschaftsführer Martin Fenner ist jedenfalls, so ist zu hören, sehr zuversichtlich, zum Auftakt in Bünde einen Sieg zu landen.“ war mit gelbem Edding markiert. Während wir unsere Plätze einnahmen, überlegte ich noch, bei welcher Gelegenheit ich das so gesagt habe, und warum das da so hing. Provokationen hätte es eigenglich nicht gebraucht. Beide Mannschaften waren hochmotiviert. Doch nach einer Stunde gab es die erste Ernüchterung. Ich habe die Abtauschvariante im Damengambit über 1000 mal gespielt, immer in der leisen Hoffnung, dass mein Gegner in eine bestimmte Falle geht. Nie ist das passiert. Heute ist ausgerechnet Jürgen Siol an Brett 6 da reingetreten. Das nahm ich an Brett 2 zum Anlaß, einen Bauern für einen Angriff zu opfern, um möglichst schnell den Ausgleich im Mannschaftskampf zu erreichen. Aber der Kampf tobte noch lange an allen anderen  Brettern weiter. Plötzlich zog die Partie von Dr. Gerhard Scholz am Nachbarbrett die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich. Ein heftiger Schlagabtausch endete … in einer völlig hoffnungslosen Stellung für Gerhard. Ihm blieb nur die Aufgabe. Leider schafften es auch Dirk Altenbernd und Wilhelm von Eßen nicht, das Blatt zu wenden und mußten jeweils in die Punktteilung einwilligen. Damit führten die Gastgeber zur Halbzeit mit 3:1. Noch war nicht alles verloren. Einige Stellungen gaben Hoffnung, den Kampf nochmal drehen zu können. Plötzlich entstand Unruhe am 1. Brett. Oliver Champions Dame war gegen den polnischen internationalen Meister Roman Thomaczewski in eine tödliche Fesselung geraten. Während Oliver mit der Aufgabe der Partie zögerte, wurde Peter Höhne an Brett 8 gezwungen, seine Partie aufzugeben.
Mit der 5:1 Führung war es gelaufen. Martin Fenner holte mit einem schönen Königsangriff zwar noch den Ehrenpunkt für die Gäste. Aber dafür mißlang es Vitalij Ruge an Brett 5 völlig, einen Vorteil von Qualität und Bauer in einen Sieg umzusetzen. Am Ende verlor er sogar noch durch einen Konterangriff auf seinen König zum 6:2 Sieg für die Gastgeber. Wir müssen abwarten, wie sich die Saison weiter entwickelt. Heute war sicherlich ein ein heißer Kandidat um den Aufstieg unser Gegner. Und am 2. Spieltag wird es gegen Ennigerloh-Oelde noch einmal sehr schwer. Erst danach werden wir sehen, wo wir stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Fenner
Mannschaftsführer 1. Mannschaft
SK Tönsberg Oerlinghausen